Reservoirsimulationen zur Abschätzung geothermischer Ressourcen in Indonesien
Beitrag zum Projekt:
Projektstand: 01.09.2021
Quelle: BGR
Indonesien verfügt bereits über geothermische Kraftwerke, die sich an den zahlreichen aktiven Vulkanen des Landes befinden und aus Reservoiren hoher Enthalpie gespeist werden. Nicht-vulkanische hydrothermale Lagerstätten niedriger Temperatur sind für Investoren unter anderem wegen wirtschaftlicher Risiken weniger interessant. Solche Lagerstätten könnten aber zur Energieversorgung entlegener Gebiete des Inselreichs genutzt werden. Der geologische Dienst des Landes, Badan Geologi, hat ein Mandat zur Vorerkundung geothermischer Vorkommen, zur Abschätzung der Potenziale und zu deren Klassifizierung.
Ziel des Projektes ist es, die Informationen über die Vorkommen qualitativ und quantitativ zu verbessern, damit bisher als spekulativ oder hypothetisch eingestufte Ressourcen zukünftig in die Klassen der Reserven hochrücken und damit für Lizenznehmer für die Entwicklung der Geothermie interessanter werden. Eine der mit Badan Geologi identifizierte Methode, die zusätzlich sinnvolle Informationen zur Lagerstättenbewertung ermöglichen könnte, ist die numerische Simulation der Förderung von heißem Wasser und/oder Dampf anhand von Lagerstättenmodellen, wie sie beispielsweise auch in der Erdöl- und Erdgasförderung zum Einsatz kommen.
Fachkräfte vor Ort begleiten und beraten die Partner beim Aufbau notwendiger Kompetenzen und der Integration der Methodik in die etablierten Abläufe zur Erkundung und Bewertung geothermischer Vorkommen in Indonesien. Die in den Pilotgebieten gewonnenen Erfahrungen dienen der Erarbeitung und Bereitstellung dazu erforderlicher technischer Leitfäden.